Einrichtung einer Lobby

Die Lobby – wohnlich und funktionell

Über die Lobby: Ein Interview mit Karl-Heinz Schürmann

Mit welchen Möglichkeiten und Ideen kann ein Hotelier seine Lobby, seinen Empfang oder sein Foyer so gestalten, dass sie einerseits den Anforderungen des Check-in, andererseits der gemütlichen Atmosphäre eines Wohnzimmers plus den Möglichkeiten von kleineren Meetings und Arbeitsbereichen für die Gäste gerecht wird? Ein Interview mit Karl-Heinz Schürmann, Vertriebsleiter Deutschland-Ost der Stuhlfabrik Schnieder (KS).

Welche Bedeutung hat eine Lobby?

KS: Die Lobby ist die Visitenkarte des Hauses. Sie ist das, was der Gast als erstes wahrnimmt, wenn er das Hotel betritt. Wie sagt man so treffend: ‚Der erste Eindruck prägt‘. Doch die Optik ist ganz wesentlich mit den Funktionen einer Lobby verknüpft. Hier checken die Gäste ein. Die Lobby hat gleichzeitig auch viele Verkehrsflächen. Von hier aus gelangt man ins Restaurant, in die Bar, zu den Toiletten und vielleicht sogar zum Wellness-Bereich.

Lobby modernisiert mit Sesseln, Sofa und Tischen von Schnieder

Einladend und niveauvoll präsentiert sich die Lobby von Hotel Hollmann mit Möbeln von Schnieder. Auch kleine Meetings können hier stattfinden.

Wie steht es mit der Möblierung rund um den Check-in?

KS: Oft kommen mehrere Gäste gleichzeitig zum Check-in, so dass einige von ihnen warten müssen. Daher sollte es Sitzgelegenheiten in naher Entfernung – im Abstand von etwa zwei Metern vom Counter – geben. So können sich die Gäste akklimatisieren und die Zeit bis zum Check-in mit Zeitungslektüre oder einem Welcome-Drink überbrücken. Da meist eine hohe Frequenz in der Lobby herrscht, ist eine gewisse Abgrenzung wichtig, um ruhig zu sitzen. Diese erreicht man einerseits beispielsweise durch ein Paar Ohrensessel mit hohen Lehnen und Ohren. Durch ihre Form entsteht ganz automatisch ein optischer und akustischer Schutzschirm. Gerade bei kleinen Lobbys wirkt diese Lösung sehr wohnlich. Durch Kuschelkissen steigert sich dieser Effekt noch zusätzlich. Man stellt sich dazu klassisch einen Couchtisch vor. Ich rate meinen Kunden, eher einen Holzkubus oder ein kleines Tischchen neben die Sessel zu stellen, da man so besser zu seinem Getränk greifen kann. Das Vorbeugen über einen niedrigen Tisch, der vor dem Sessel steht, ist hingegen relativ mühselig. Diese Feinheiten sollte man bei der Planung berücksichtigen.

Wie kann man eine Lobby gleichzeitig für Meetings und als Arbeitsbereich nutzen?

KS: Wenn die Lobby etwas großzügiger geschnitten ist, bieten sich Sitzgelegenheiten in der sogenannten „halben Höhe“ an. Barhocker mit Lehne in 65 Zentimetern Höhe haben nahezu die Bequemlichkeit eines Stuhls und werden mit Stehtischen in 95 Zentimeterm Höhe kombiniert. Wenn die Tischplatten nicht zu klein sind, lassen sie sich einerseits zum Arbeiten, aber auch als Ausweichfläche zum Restaurant nutzen, um daran zu speisen. Auch für ein kleines „Meet & Greet“ sind sie die passenden Sitzgelegenheiten. Die Höhe hat zudem den Vorteil einer gewissen „Erhabenheit“, denn beim Sitzen auf niedrigen Loungesesseln blickt man in der hochfrequentierten Lobby nur auf Beine. Halbhohe Sitzgelegenheiten heben die Gäste aus der Menge heraus.

Der an das Sofa angesetzte Raumteiler schafft eine private Atmosphäre in der Lobby

Der an das Sofa angesetzte Raumteiler grenzt die Lobby optisch ab. Das schafft Behaglichkeit.

Welche Materialien empfehlen Sie?

KS: Sessel, Stühle und Tische aus Holz bzw. mit Holzgestell wirken wohnlich und geben dem Raum einen warmen, hochwertigen Charakter. Bei Tischen sind Platten aus Kernholz mit lebendiger Optik oder gebürsteter Eiche mit schöner Haptik besonders edel. Auch bei den Bezugsmaterialien geht der Trend in Richtung Natur. Durch ihren Fettanteil sind Wollstoffe automatisch schmutzabweisend. Noch pflegeleichter ist echtes Leder.

ÜberSilvia Rütter

Kommunikation mit Herzblut - dafür steh ich seit über 10 Jahren. Ich betreue die PR-Arbeit für die Stuhlfabrik Schnieder und für andere Kunden aus verschiedenen Branchen.

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